Ein Besuch bei den Zeugen Jehovas im Bethel in Selters
admin 24. May 2008
Eines der Hauptgebäude der Zeugen Jehovas im deutschen Zentrum.
“Selters? Ja dann bring mal Sprudelwasser mit! Muahaha” sagt so mancher Clown der die Gemeinde mit dem Tafelwasser asoziiert und lustig sein will. Aber Selters am Taunus im Kreis hat was anderes, Selters wird nämlich in Löhnberg-Selters an der Lahn abgefüllt. In Selters am Taunus sind dagegen gaaaanz viele Zeugen. Eine ganz schöne Ansammlung und sie bilden praktisch schon ihr eigenes kleines Dorf. Hier ist die Verwaltung (Sitz dagegen in Berlin) der in Deutschland anerkannten Religion, die hin und wieder mal gerne genau oder auch manchmal etwas unsachlich unter die Lupe genommen wird (geil fand ich zum Beispiel einmal die konfuse Aussagen “Zeugen Jehovas machen Ehrenmorde” und “Jehovas Zeugen essen kein falsch” - ist ungefähr genauso unsachlich und falsch wie “Der Korean leitet zum Morden an” und “Peter Maffay war 1,85m groß”).
Über 1000 Bethel-Mitarbeiter machen ihren Dienst freiwillig und bekommen dafür ihre Wohnung und ihre Lebenskosten gesponsert - neben einem Erwachsenen-Taschengeld kommen sie in den Genuss den so ein riesiges Zentrum bietet: Wäsche wird in der eigenen Wäscherei gewaschen, Essen von eigenen Köchen, der Bäckerei und auch von der Haus-Metzgerei zubereitet, Wagen von der eigenen KFZ-Werkstatt gewartet - es sind alle Berufsgruppen unter den ‘Brüdern und Schwestern’ vertreten: von Lackierern über Gärtner bis hin zu Rechtsanwälten. Man kann von Zeugen Jehovas halten was man mag, die Logistik die dahinter steckt ist enorm, und auch nur um die geht es in meinem Bericht über den Besuch bei den Leuten, die jeden herzlich einladen. Die meisten Besucher am heutigen Tage sind allerdings tatsächlich getaufte Zeugen Jehovas.
Im Bethel (heißt übrigens so weil’s Haus Gottes heißt) wird Literatur für ganz Deutschland und viele umliegende und etwas weiter weg liegende Länder produziert, das umfasst Bibeln, Bücher, Zeitschriften, Traktate und so weiter.
I Das Empfangsgebäude - “Wir freuen uns unsere Gäste in Selters/Taunus auf dem Gelände des deutschen Zweigbüros der Zeugen Jehovas herzlich willkommen zu heißen.”
Jo, Tach.
Im Empfangsgebäude befindet sich, tadaa, der Empfang. Er empfängt Empfangene. Natürlich arbeiten auch hier Zeugen Jehovas freiwillig und geben Informationen zu einzelnen Plätzen im Bethel, verweisen an Ansprechpartner bei spezifischen Fragen oder schmeißen Pro Sieben raus. Im Empfangsgebäude befindet sich noch ein Versamlungssaal für zwei örtliche Versammlungsgruppen und für die Montagszusammenkunft der ‘Bethelfamilie’.
II Wohngebäude
Weit zur Arbeit haben es die Einwohner hier nicht wirklich und sie sind alle mit gleichgesinnten ‘Brüdern und Schwestern’ untergebracht. Ich denke wenn man sich da wohl fühlt ist es eine feine praktische Sache. Insgesamt gibt es acht Wohnhäuser, die unterirdisch mit dem Verwaltungs- und Druckereigebäude vernetzt und verbunden sind. Regenschirme werden also nicht mehr benötigt.
III Versorgungsgebäude
Sollte alles eskalieren können sich die Mitarbeiter und Freunde der Gesellschaft komplett selbst versorgen. Das tun sie bislang zum einen durch die eigene Produktion in Bäckerei und Metzgerei und die Zubereitung und dem Servieren im eigenen Speisesaal. Platz für 1400 Personen bietet der eigene Speisesaal.
Für die über eine halbe Tonne schwere Wäsche die wöchentlich anfällt kümmert sich die hauseigene Wäscherei.
Vorstellungsregal in der Wäscherei
Das Bethel in Selters verfügt zur Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen, Gebäuden und Maschinen unter anderem diverse Installateure, Schreiner und Elektriker. Praktisch fürs eigene Auto, wenn es gleich nebenan in der internen Werkstatt repariert und aufgepimpt wird.
IV Druckerei
Für viele der Mitarbeiter ist das Herzstück die Druckerei inklusive der Klebebindeanlage, Rotationsmaschine und der Verpackungsanlage. Mindestens 120.000 Zeitschriften stündlich können die Maschinen drucken. Gedruckt wird nicht nur für Zentraleuropa, sondern auch für viele Länder in Osteuropa und Nordafrika gedruckt. Der Wachtturm und Erwachet erscheint in hunderten Sprachen weltweit, auch hier werden Ausgaben in vielen verschiedenen Sprachen gedruckt. Interessant dabei ist: Der Inhalt ist in diesen Ausgaben stets gleich, die Übersetzung lehnt sich strikt an dem englischen Originaltext an. Die Bilder in der Ausgabe bleiben in jeder Sprachausgabe, was die internationale Bildmischung in diesen öffentlichen Zeitschriften erklärt. Lediglich die Titelseite wird der sprachlichen Zielgruppe angepasst. Weitere Druckerzeugnisse und teilweise auch nur für getaufte Zeugen Jehovas erhältlich sind die unregelmäßig erscheinenden Bücher mit Texten und Bibelzitaten, Traktate, ‘Unser Königreichsdienst’, Jahresbücher und und und.
In weiteren Räumen im Bethel findet sich die Kassettenabteilung in der regelmäßig die Wachtturm- und Erwachet-Ausgaben aufgesprochen werden, die Übersetzungsabteilung die mit dem internen MEPS-Programm den eigens übersetzten Text in die Ausgabe einfügen kann, Kassenbüros und zig andere Verantwortlichkeitsbereiche.
Zum Schluss darf ich durch Kontakte (^^) in die Wohnung ein nettes Ehepaar das gemeinsam in das Bethel gegangen ist. Die kleinen Appartments sind größtenteils mit Balkon ausgestattet, jedes Zimmer eines Single-Gläubiger oder Ehepaar ist mit komplettem Bad ausgestattet, halt mit allem was man braucht.
Das war ein Vormittag im hessischen Selters bei den Zeugen Jehovas. Wer hin will, kann sich, am besten nach vorheriger Anmeldung, einer Führung anschließen.
- Achso
- 5 Kommentare








Ich bin interesiert für Adresse vom Jehovas zeuge aus LANZAROTE-Spanien.Ich verden da sein in die nächste voche ,deswegan möchte ich gern besuchen Versamelung in der nehe vom ACERIFE- Costa teguise.
Ich hofe für eine pozitive antvort , danke sehr und Jehovas segen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Anfrage an Sie. Mein Onkel Konrad Schlechter
15 Florence Park Road
Barrie Ontario
L4N 6Y8
Canada
hatte seine Frau Renate Schlechter im Jahr 2007 durch einen Schlaganfall verloren.
Seit Mai 2008 habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm. Er muß sein Haus verkauft, oder verzogen sein. Haben Sie die Möglichkeit, die neue Adresse von meinem Onkel ausfindig zu machen.Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir seine neue Adresse senden würden.Er muß vielleicht noch in Berrie/Ontario wohnen.
Ich bedanke mich schon im vorraus für Ihre Mühe.
mfg
Reiner Czadankiewicz
Sehr geehrete Damen und Herren,
ich habe mich vor eineinhalb jahren in eine Zeugin verliebt, sie ist echt eine sehr anständige Frau und es ist auch schwer für sie. Wir haben lange darüber geredet das sie es nicht darf also ich meine mit mir zusammen zu sein sie ist ihren Glauben treu. Ich habe mich darauf hin mit in die Versammlungen begeben und es hat mich interessiert nach einen halben jahr ist es zu mehr zwischen uns gekommen und sie war ehrlich zu ihren ältesten und ist dann gleich bestraft worden aber wir wollten uns nicht trennen. Darauf hin bin ich von den ältesten raus geekelt worden das ich nun nicht mehr zu denn Versammlungen kann weil sie ihr getroht haben das sie ausgeschlossen wird wenn wir zusammen bleiben. Das ist doch auch nicht richtig finde ich sie ist doch jehova noch treu aber so bringt man Leute zum zweifeln. Jetzt wissen wir nicht mehr was wir machen sollen. Wir wollten Heiraten aber nun hat sie angst den glauben zu verlieren oder mich. Ich wollte zu ihr weiter Stehen aber so wie das jetzt gemacht wird das sie unter druck gesetzt wird ist nicht richtig. Da haben ausenstehde dann wohl doch recht oder? Ich wende mich an Sie weil es muss ja auch mal einen etwas leicht gemacht werden wir wollen beide weiter in die Versammlung und weiter so leben aber wir brauchen auch einen Rat. Wir wollten in einen Monat Heiraten.
Mfg Michael Kögler Wäre nett wenn wir schnell eine Antwort bekommen würden
Sehr geehrter Administrator,
ich bitte Sie hiermit, den Eintrag von Frau Ruth vom 11.01.2009, 17:01 Uhr mit sofortiger Wirkung zu löschen.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo ihr lieben,
bei mir fing es so ähnlich an, aber da ich schon immer nach der Wahrheit gesucht hatte, und meine Freundin bei den Zeugen Jehovas war zu der Zeit wo ich sie kennen lernte, hatte ich natürlich viele Fragen, und sie gab mir Antwort, und erklärte mir, was es auf sich hat.
Ja, Sie Predigte mir.
Dabei fand ich bei ihr im Bücherregal die Offenbarung, und fing an zu lesen. Ich hörte garnicht mehr auf, wollte immer mehr über Gott Jehova wissen, und lass noch mehr Bücher. Meine Freundin war zu der Zeit schon lange ausgeschlossen, und ich, der Katholisch war, und mit der Kirche unstimmigkeiten hatte, machte meine Freundin den Vorschlag, komm lass uns doch mal zu einer Versammlung gehen. Und so suchten wir uns eine Versammlung, und gingen hin.
Einer der Ältesten sprach mit mir, und meinte, das zusammen leben ohne Trauschein ist Sünde, und so haben wir kurz danach Geheiratet. das ist schon fast ein Jahr her, und nun lass ich mich Bald Taufen. Ich freue mich wirklich sehr darauf ein Diener Gott Jehova zu werden, weil ich schon heute in Predigt dienst gehe.
Liebe grüsse
Andreas Klein, Nürnberg